Was sie wissen sollten 
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Wenn ein Kaninchen angeschafft werden soll, gibt es viele Dinge zu beachten: Was sollte ich vor dem Kauf unbedinngt wissen? Wo kaufe ich meinen neuen Mitbewohner am besten?   Männchen/ Weibchen oder beides?  Innenhaltung oder Außenhaltung? Wie gestallte ich das neue Heim der Ninchen?  Welches Zubehör ist sinnvoll?  Streu, Stroh oder Pelletts... was soll ich nehmen?  Was frißt ein Kaninchen?  Wie muß ich es Pflegen?  Wie Beschäftige ich mich mit dem Zwerg?  uvm.  An dieser Stelle möchte ich versuchen einige dieser Fragen zu beantworten. Natürlich kann ich aber nur von meinen persönlichen Erfahrungen berichten. (Ich Übernehme also keine Garantie für die Vollständigkeit oder Richtigkeit der hier gemachten Angaben) Für Anregungen, Lob und selbstverständlich auch Kritik bin ich aber jederzeit dankbar. Wenn darüber hinaus noch Fragen offen geblieben sind einfach anrufen oder mailen. Ich helfe gerne weiter, wenn ich kann... :o) ....sollte man einige wichtige Dinge über Zwergkaninchen wissen !!! 1. Beim Händler/Vorbesitzer Ein Zwergkaninchen sollte nicht jünger als 7-8 Wochen sein wenn es von seiner Mutter getrennt wird.  Denn erst in diesem Alter sind die kleinen Racker selbstständig genug um ohne die Mutter auszukommen. Bitte unterstützen sie keine Händler die jüngere Fellnasen verkaufen. Sie sind  verantwortnungslos! Natürlich sehen die winzig, kleinen Babys noch viel niedlicher aus, aber sie sind meist öfters Krank und Verhaltensgestört. Schauen sie sich genau an wie und wo die  Tiere bislang gelebt haben. Macht alles einen sauberen Eindruck? Sehen ALLE Tiere gesund und munter aus? Gibt der Händler/Vorbesitzer bereitwillig Auskunft auf alle Fragen? Wie groß  sind die Eltern der Jungtiere und wie Verhalten sich diese? (Das Verhalten kann bei Zwergkaninchen vererbt werden) Wie lang sind die Ohren des Zwergkaninchens? (Von der Ohrlänge lässt sich die zu erwartene Größe, des ausgwachesen Kaninchens ableiten.) Ein gesundes Kaninchen ist munter, lebhaft und reagiert auf seine Umwelt. Es hat klare, leuchtende Augen und eine trokene Nase. Ohren und After sind sauber. Es hat dichtes, glänzenden Fell das in die Ausgangsposition zurückspringt, wenn man das Tier gegen den Strich streichelt. Der Bauch ist weich und die Flanken sind nicht eingefallen.   2. Ein Kaninchen braucht Artgenossen! Damit sich ein Kaninchen rundum wohl fühlt braucht es auf jeden Fall einen Artgenossen. Kein anderes Tier, auch nicht das oftmals empfohlende Meerschweinchen oder der Mensch, kann ihn ersetzten!!! Wer schon einmal zwei sich gegenseitig leckende/miteinander kuschelnde Kaninchen beobachtet hat, weiß was ich meine. Trotzdem gibt es einige wichtige Dinge die unbedingt  beachtet werden sollten. Mehr dazu weiter unten auf dieser Seite: "Besser zu Zweit..."  3. Ein Kaninchen braucht viel Auslauf   Das ein Kaninchen einen großen Käfig braucht, halte ich so nicht für ganz richtig. Wenn man dem Kaninchen täglich über mehrere Stunden hinweg Freilauf bieten kann, kommt es auch mit  einem kleineren Käfig für die verbleibene, kurze Zeit klar. Wer also eine kleine Wohnung hat und nicht über genug Platz für einen geräumigen Käfig verfügt, muß nicht zwangsläufig auf ein  Kaninchen verzichten, wenn er ihm ansonsten viel Freilauf in der Wohnung bieten kann. Natürlich muß dafür Sorge getragen werden, das dem Racker keine Stomkabel oder ähnliches  gefährlich werden können. Außerdem besteht auch noch die möglichkeit die Unterkunft platzsparend in die Höhe zu Bauen. Dazu einfach zwei Käfige übernander stellen und miteinander so  verbinden, das ein selbstständiges auf und ab Hoppeln möglich wird. Im Internet gibt es viele Seiten mit Bauanleitungen. Generell gilt aber natürlich: Je größer desto Besser. Wenn dann noch die Möglichkeit besteht, dem Zwerg auch mal frische Luft zu gönnen, ist das Kaninchenglück schon fast Perfekt. Es gibt viele Möglichkeiten ein Kaninchen zu kaufen:   · Im Zoofachgeschäft, · beim Züchter · aus privater Hand, · oder aus dem Tíerheim bzw. aus zweiter Hand.   Fast alle diese Möglichkeiten haben Vor- und Nachteile.   · Im Zoofachgeschäft bekommt man neben dem Tier meist auch alles Zubehör was man für das Kaninchen braucht, viel Fachliteratur und in der Regel auch eine gute Beratung. Allerdings weiß man nicht woher das Tier stammt und vor allem was es zuvor erlebt hat. Stammt der Zwerg aus einer "Massenproduktion" hat er in der Regel noch nie wirklich kontakt zum Menschen gehabt. Wenn´s ganz schlecht läuft, wird ein solcher Zwerg bissig, in der Regel aber werden diese Mümmelmänner nie wirklich Zahm. Denkbar wäre allerdings auch, das die Wackelnäschen aus einer Heimtier-Zufallsverpaarung stammen. Diese Tiere werden zwar meist bis zur Abgabe in der Zoohandlung gehegt und gepflegt, aber bei beiden Möglichkeiten bleibt der Umstand das die Tiere 1. viel zu früh von der Mutter getrennt werden (die Zoohandlung nimmt die Tiere nur im alter von 5- max. 6 Wochen, denn dann sind die Racker noch schön klein und niedlich und die  verkaufschancen höher) und 2. dem Stress in der Zoohandlung selbst ausgesetzt sind: Das ständige anfassen/streicheln der zahlreichen Kunden, die oft laute, hecktische Umgebung, die  ständig wechselnde Gruppensituation... usw. Oft schon habe ich gehört (und auch selbst zweimal die Erfahrung gemacht) das die Tiere später aggressiv geworden sind. Das heißt aber nicht,  das dies immer so sein muss: Unser erstes Kaninchen -Klopfer- haben wir seinerzeit ebenfalls in der Tierhaltung gekauft. Und er war super lieb!!! Fazit: Man muß mit allem rechnen: Positiv  wie Negativ. · Auch unter den Züchtern gibt es große Unterschiede: Solche die aus liebe zum Tier Züchten, solche die irgendwelche Rassemerkmale züchten (meist im Verein anzutreffen) und andere die  glauben das große Geld machen zu können. Wenn man das wohl der Tiere (Tierarztkosten, Impfen, ausgewogene Ernährung und Auslaufmöglichkeiten) zurückstellt, kann man das vielleicht  sogar... Wenn man den Züchter gut beobachtet und auch die Haltungsbedienungen genau unter die Lupe nimmt, weiß man recht schnell wen man da vor sich hat. Bei verantwortungsvollen  Züchtern leben die Tiere in großzügigen gut belüfteten Boxen/Käfigen. Hier wird auf die Ernährung, Zuchtpausen, und die Gesundheit der Tiere geachtet. Der Züchter geht mit seinen Tieren  liebvoll um und auch die Tiere sind an Menschen insbesondere an den Züchter gewöhnt. Selbstverständlich gibt der gute Züchter dem Käufer gern Auskunft über die Tiere und zur Haltung  im allgemeinen und besonderen... Er fragt seinerseits aber auch viel. Schließlich will er sicher gehen ein gutes Heim für seine Lieblinge gefunden zu haben. Ein guter Züchter spricht eben  einfach gern über sein Hobby... ;o) · Aus privater Hand sind es oftmals "ungeplante Unfälle" die es weiter zu vermitteln gilt. Diese Tiere sind in der Regel sehr liebevoll aufgezogen aber Krankheiten oder Fehlbildungen (z.b.  Überbiss etc.) werden hier nur selten erkannt. Auch wird das Geschlecht des Ninchens oftmals falsch gedeutet, so das sich später zuhause die Schwestern also Pärchen entpuppen. Schnell  findet man sie dann ebenfalls in der Situation privater Verkäufer zu sein. Zu allem Überfluss dann evtl. auch noch Inzucht..?!?! · Im Tierheim kann man einer armen, verlassenen Kreatur eine zweite Chance geben. Zunächst erst mal ein sehr guter Gedanke!!! Aber auch hier gibt es Für- und Wieder ´s. Auch hier weiß man in der Regel nicht was der Zwerg in seinem leben schon alles mit gemacht hat. Wem er gehörte, wie er gelebt hat, usw. Verhaltensstörungen wie z.b. Bissigkeit können u.U. die Folge sein.  Dafür sind die Zwerge hier oft bereits kastriert. Mein Rat: Sollte ihnen ein Zwerg verstorben sein und sie suchen einen neuen Partner (möglichst im selben Alter) für das verbleibende Tier,  suchen sie zuerst im Tierheim oder anderen Notstationen!!! Viele ganz liebe Mümmelmänner und Frauen sitzen hier ein, weil sie lästig geworden sind und/oder sich niemand mehr um sie  kümmert!!!   Aber, wo auch immer sie ihr Tier kaufen, sie sollten sich ihr Wunschtier sehr genau ansehen:   · Ist das Kaninchen munter, lebhaft und reagiert auf seine Umwelt? · Ist das Kaninchen rundlich? Also keine herausstehenden Knochen und hat es einen weichen Bauch? · Ist das Fell glänzend und dicht? Nicht struppig!!!   · Sind die Augen klar und frei von Verkrustungen oder gar Ausfluss? · Ist die Nase trocken und sauber? · Sind auch die Ohren sauber und ohne Belag? · Sind die Zähne grade? · Ist die Analregion sauber, trocken und keinesfalls kotverschmiert? Und auch alle anderen Tiere in dem Bestand sollten keine dieser Auffälligkeiten haben, ihr Wunschtier könnte sich bereits angesteckt haben... Außerdem sollte der Zwerg nicht vor der 7. Woche von  der Mutter getrennt werden. Zu früh getrennte Ninchen sind anfälliger für Krankheiten und zeigen auch öfters Verhaltensstörungen!!! Kaninchen sind Rudeltiere und leben am liebsten in der Gemeinschaft. Sie brauchen also mindestens einen Artgenossen zum "Unterhalten", Kuscheln, gegenseitiger Fellpflege, u.s.w. Kein anderes Tier, auch nicht das oftmals empfohlende Meerschweinchen oder der Mensch, kann diesen wichtigen sozialen Kontakt ersetzen. Nachfolgend ein paar Fotos die für sich sprechen... Weibchen und Bock,  verstehen sich so gut wie immer, aber wer nicht immerzu Nachwuchs haben möchte sollte den Bock auf jeden Fall Kastrieren lassen. Empfehlen würde ich eine Kastration ab ca. der 12- 14 Lebenswoche. Zwar muß der Rammler dann noch eine Zeitlang von der Häsin getrennt werden, aber diese Variante ist für das junge Tier nicht so belastend wie eine Frühkastration. Bock und Bock,  lassen sich ebenfalls sehr gut zusammen halten, wenn BEIDE Herren Kastriert sind. Unkastrierte Rammler würden sich aufs heftigste Bekämpfen. Zwei Kastraten  vertragen sich dagegen in der Regel sehr gut miteinander. Weibchen und Weibchen,   diese Konstellation hat ihre Tücken! Am ehesten vertragen sich zwei Wurfschwestern miteinander. Ab der Pubertät (ca. dem 5./6. Lebensmonatonat) kommt es aber  oftmals zu Rangordnungsrangeleien. Dann kann ggf. eine Kastration der Mädels  Abhilfe schaffen. Besser wäre es allerdings den Zicken einen kastrierten Rammler  dazu zu setzen, wenn wenn genug Platz vorhanden ist. Dann ist sofort ruhe... ;o) Die Vergesellschaftung   Wenn bereits ein Zwergkaninchen vorhanden ist und ein weiteres dazu kommen  soll, ist das grundsetzlich erst mal eine tolle Idee, doch in der Umsetzung leider  nicht immer ganz einfach. Es gibt keine Garantie dafür, das sich die beiden jemals  mögen werden. Gehen sie daher ganz langsam und behutsam vor. Sie ziehen ja auch  nicht gleich mit einem ihnen völlig fremden Menschen in eine gemeinsame Wohnung. Am einfachsten ist es  sicherlich, wenn man für die Eingewöhnungszeit einen zweiten Käfig zur Verfügung hat. Stellt man die Käfige kurz nebeneinander und die Tiere   bekämpfen sich nicht, sondern  beschnuppern sich nur gegenseitig ist schon mal viel gewonnen. Tauschen sie nun die  Einrichtungsgegenstände (Häuschen, Fressnapf...) untereinander aus, oder setzten sie die Zwerge  jeweils in den Käfig des anderen, auf diese Weise gewöhnen sich die Tiere noch besser an den Geruch des Artgenossen. Wenn die beiden bis hierher kein agressives Verhalten zeigen bzw. nicht mehr  zeigen, können sie den nächsten Schritt wagen. Wählen sie nun einen neutralen Boden aus, der beiden Tieren völlig fremd ist. Es sollte genug Versteck möglichkeiten geben, die ebenfalls  noch keine Geruchsmarkierungen tragen dürfen. Lassen sie nun beide Tiere frei laufen. Sie werden hintereinander her laufen und sich beschnuppern. Einer wird den anderen Besteigen und evtl. auch in den Po zwicken. Oft fliegt auch büschelweise das Fell. Bis hierher ist das alles normal. Sie müßen die Rangordnung untereinander klären. Meine Kinder verlieren in dieser  Phase schnell die nerven, ihnen tut der unterlegene Zwerg leid. Doch da muß er durch. Nur wenn sich die Zwei ernsthaft verletzen und beißen, und garnicht mehr von einander ablassen,  müßen sie eingreifen. Aber bitte nicht mit bloßen Händen, die Zwerge beißen wild um sich und könnten sie verletzen. Ein gezielter Wasserstrahl aus einer Sprühflasche wird die Tiere einen Moment ablenken. Je jünger der Neuankömmling ist desto einfacher wird die Vergesellschaftung. Aber dennoch ist es besser, für ein harmonisches Miteinander, zwei in etwa gleichalte Tiere zu nehmen.   Zunächst mal muß eine grundsäzliche Frage geklärt werden: Innenhaltung oder Außenhaltung? Grundsätzlich ist den Tieren das Leben an der frischen Luft -auf dem Balkon oder im Garten- lieber. Bietet es zumeist auch mehr Gestalltungsmöglichkeiten die Abwechslung bieten. ABER es gibt auch deutlich mehr gefahren: Greifvögel, Katzen, Mader ect. aber auch Hitze und Kälte sind mögliche todesfallen. Auch muß ein Gartengehege gut gegen durchbuddeln gesichert sein. Was jeweils im Jahresverlauf zu beachten ist findet ihr hier: o Außenhaltung allgemein o Außenhaltung im Frühling o Außenhaltung im Sommer o Außenhaltung im Herbst o Außenhaltung im Winter Doch wie groß muss denn der Käfig/Stall nun sein?      Zu diesem Thema haben wir einen tollen Gastartikel von Carina Ewald erhalten. Klick hier Die Einrichtung des Käfigs/Stalls bleibt sich in beiden Fällen aber nahezu gleich: Es sind nur wenige Dinge nötig um es dem kleinen Fellbündel/den kleinen Fellbündeln so richtig gemütlich zu machen.   Ein Schlafhäuschen, möglichst mit einem flachen Dach. Kaninchen lieben erhöhte Aufsichtsplätze und werden vermutlich mehr Zeit auf, als in dem Häuschen verbringen. Eine Wassertränke   die von außen am Käfig befästigt wird hat sich bei mir bewährt. Aber ein Wassernapf der etwas erhöht, zum Beispiel auf einem Ziegelstein, steht (damit das Wasser nicht so schnell  verschmutzt) wird von den Tieren meist bevorzugt. Ein Freßnapf, der nicht zu klein sein sollte. (Viele Zwerge "speisen" gern gemeinsam) Ganz wichtig ist auch die Heuraufe, damit das für die  Zwerge so wichtige Heu nicht mit Urin oder Kot verschmutzt wird. Auch die Raufe sollte nicht zu klein ausfallen, denn manche Tiere haben einen unglaublich hohen Heu verbrauch. Wenn  man die Raufe dann oben noch mit einem kleinen Brett abdeckt, sinkt die Verletzungsgefahr durch das rein und raus springen, dass ich bei meinen Tieren schon oft beobachtet habe. Und  Kaninchen erhalten gleich noch einen erhöhten Sitzplatz. Meine Ställe habe ich mit einer schicht Kleintierstreu ausgelegt, auf die ich eine schicht Stoh gebe. Das hat den Vorteil, das der Urin der Tiere aufgesaugt wird und sie dennoch nicht in der  feuchten Einstreu stehen müßen.   Für die Innenhaltung sind auch die etwas teureren Strohpellets sehr gut geeignet. Sie sind geruchsbindend und verteilen sich nicht so sehr beim täglichen Freilauf in der Wohnung...! Hier gibts viele tolle Fotos und Infos wie ein Innengehege oder auch ein Außengehege aussehen könnte.   Die Eingewöhnungsphase Wenn ein Kaninchen einzieht, sollte sein Heim (Käfig, Stall,...) bereits fertig eingerichtet sein. Sie sollten ihm anfangs etwas Ruhe gönnen, damit er alles erst mal genau kennen lernen kann. Er wird früher oder später, je nach Temprament, anfangen alles zu erschnüffeln. Erst wenn der Zwerg anfängt sich zu putzen oder etwas zu fressen, sollten sie sich ihm vorsichtig auf Augenhöhe nähern. Halten sie ihre Hand in den Käfig aber bedrängen sie den Racker nicht. Er sollte auf sie zukommen um an ihrer Hand zu schnüffeln. Sie können ihm diesen Schritt auch mit etwas  Grünfutter erleichtern. Allerdings nur wenn er diese Kost auch gewohnt ist. (Bei mir gekaufte Tiere bekommen viel und oft Grün- und Saftfutter) Wenn er ihnen aus der Hand frißt können sie  ihn vorsichtig streicheln und wenn er sie gewähren lässt auch aufnehmen. Aber bitte haben sie Gedult mit ihm, manche Tiere brauchen einfach etwas mehr Zeit als andere. Noch ein Hinweiß in eigener Sache: Meine Tiere werden von Beginn an, an Menschen gewöhnt, und zwar an verschiedene Menschen. Meine drei Kinder und dessen Freunde verwöhnen die  kleinen Racker schon früh mit allerhand Leckerbissen und Streicheleinheiten. Natürlich gibt es unter ihnen auch Draufgänger und ehr schüchterne Vertreter aber ich sage ihnen gern wer, wie, wann und warum ist. 
Vor dem Kauf... Wo kaufe ich den neuen Mitbewohner? Besser zu Zweit!!! Aber, wer passt denn nun zu wem? Wohlfühlheime für Kaninchen gestallten Tierpension am Kamener Kreuz Kaninchen-/ & Hundezucht sowie Startseite Über uns Tierpension Kaninchenzucht Hundezucht Reico Vital Kontakt Öffnungszeiten Information
Was sie wissen sollten 
Kaninchen sind sehr reinliche Tiere.  In der Regel suchen sie sich in ihrem Käfig/ Stall eine Ecke aus, in der sie ihr  "Geschäft" verrichten. Eine enorme Arbeitserleichterung ist es, wenn man dort  eine Toilettenecke aus dem Zoofachhandel aufstellt. Und auch sonst ist der  tägliche Pflegeaufwand schnell erledigt, wenn man weiß worauf es ankommt. In  unserem Stall hängt übrigens, als kleine Gedächtnissstütze für mich und die  Kinder, eine Liste mit den wichtigsten Informationen über Ernährung und Pflege  der Zwerge. Diese Liste stelle ich hier gern zum Download zur Verfügung. Wichtig: Eine saubere Umgebung ist die beste Krankheitsvorsorge.    Täglich:   Der Käfig:   Toilettenecke und Futterschüssel mit heißem Wasser  auswaschen und gut abtrocknen. Plattgetretenes Stroh  auflockern, damit Kotbällchen nach unten fallen. Das Kaninchen: Mehrmals am Tag putzen Kaninchen ausgiebig ihr kuscheliges  Fell. In der Regel brauchen sie dabei keine Unterstützung, nur  bei Langhaarkaninchen sollte das Fell zusäzlich mit einer  weichen Tierhaarbürste gekämmt werden. Viele Zwerge (egal  ob Kurz- oder Langhaar) genießen diese zusätzlichen  Streicheleinheiten. Baden darf man die Zwerge nicht. Die  Erkältungsgefahr ist zu hoch. Die Afterregion sollte täglich  untersucht werden. Verschmutzungen, (z.B. Kotrückstände)  können auf eine Krankheit hinweisen. Verkrustungen können  sie mit einem feuchtem Tuch und etwas Wasser vorsichtig  abreiben. Vor allem Kaninchen in Außenhaltung müßen  genauestens auf kleinere Wunden am Körper untersucht  werden. (Fliegen legen dort gerne ihre Eier ab) 1-2 x pro Woche Der Käfig:   Trinkflasche mit Flaschenbürste und Röhrchen mit  Wattestäbchen reinigen. Streu komplett wechseln und erneuern. Bei Bedarf:   Der Käfig:   Schlafhäuschen, Zwischenboden und Heuraufe mit heißem  Wasser gründlich reinigen. Das Kaninchen: Ohren zwischendurch kontrollieren und ggf. säubern. Am  besten geht das mit einem Papiertaschentuch, meist ist dies aber nur bei Widderzwergen ervorderlich, da die Ohren bei ihnen  nicht so gut “belüftet” werden. Zahnkontrolle ..die oberen Schneidezähne müßen knapp über  die unteren greifen Die Geschlechtsecken ... hier lagern sich manchmal Sektete ab,  einfach mit einem Wattestäbchen vorsichtig reinigen. Krallen schneiden ...geht am besten mit einer Krallenzange,  lassen sie sich dies am Besten erstmal von einem Tierarzt  zeigen.   Die Frage "Was darf mein Zwergkaninchen alles essen?" hat mich seinerzeit viele Stunden Recherche im Internet gekostet. Gefunden, was ich suche, hab ich  allerdings nicht. Deshalb habe ich nun selbst eine Liste erstellt, mit allen  möglichen Futterpflanzen von denen ich weiß, das Kaninchen sie gerne mögen.  Sollte ich etwas wichtiges Vergessen haben, bitte ich um eine kurze e-mail. Ich  werde es dann gerne (nachdem ich es ausprobiert habe) in diese Liste mit  aufnehmen. Nun aber erst einmal grundsätzliche Tipps zur Ernährung... Täglich:  Frisches, sauberes Heu und frisches, handwarmes Wasser müßen dem  Zwerg immer zur Verfügung stehen. Gutes Heu hat eine grünliche Farbe, duftet aromatisch und fühlt sich nicht zu weich an. Es sollte möglichst  viele verschiedene Gräser, Blüten und Kräuter enthalten. Das Heu  reichen sie am besten morgens in einer Heuraufe, die nach oben hin  abgedeckt ist. Damit stellen sie sicher, das daß Heu nicht von den  Zwergen verunreinigt werden kann. UND: Viele Kaninchen richten sich  gern in der Heuraufe ihren Schlafplatz ein, dies sieht zwar niedlich aus,  ist aber sehr gefährlich! Zu schnell bleiben die Mümmelmänner darin  hängen und sterben in kürzester Zeit aus purer Panik. Beim Wasser bietet sich am ehesten eine Wassertränke an. Ein  Wassernapf wird von den Zwergen zwar bevorzugt, verschmutzt aber  leicht. Um dem etwas vorzubeugen, sollte der Napf im Käfig etwas  erhöht (z.B. auf einem Stein) stehen. Trockenfutter ist weitestgehend ein Alleinfuttermittel. Wenn ausreichend frisches Grün, Heu und Kräuter gefüttert werden, kann und sollte man  sogar, ganz darauf verzichten. Trockenfutter ernährte Zwergkanminchen reagieren auf Frischfutter oft etwas empfindlich. Daher vorsichtig füttern und schauen was vertragen wird. Grün- und Saftfutter., pro Tier etwa eine hohle Hand voll,. füttern sie am  besten aus der Hand. Das Stärkt das vertrauensvolle Verhältniss  zwischen ihnen und ihrem Zwerg.   1-2 x pro Woche  Knabberkost 2-3 Zweige, abwechselnd mit Zwieback oder Knäckebrot Ein Kaninchen braucht nicht nur eine menge Auslauf, sondern sollte dabei auch  beschäftigt werden. Denn auch der schönste Freilauf, wird schnell langweilig,  wenn es nichts neues zu entdecken gibt, oder der Spielkamerad fehlt. Das hört  sich aufwendiger an, als es tatsächlich ist. Viel braucht so ein Fellbündel zum  Glücklichsein eigendlich nicht. Ihm reicht es oftmals schon, wenn der Auslauf  immer mal wieder etwas umgestaltet wird, oder es einige Leckerreien zu  entdecken gibt. Mit wenigen Handgriffen und ein paar alten Pappkartons oder ähnlichem, kann  man den Rackern einen richtig kleinen Abenteuerspielplatz bauen. Ich habe hier  einige pfiffige Ideen zusammengetragen die nicht viel kosten und ganz leicht  nach zu machen sind.   Aber auch der schönste Abenteuerspielplatz kann den Artgenossen nicht ersetzen. Zu zweit macht eben alles doppelt so viel Spaß. Futter erarbeiten:   Futterleine  Legen sie das Grün- und Saftfutter nicht einfach in den Käfig. Es hält die  Racker Fit und Gesund wenn sie sich danach recken müßen. Ganz  besonders schön ist es auch, dem Nachwuchs bei den  Gleichgewichtsübungen zuzusehen. Dazu habe ich im Stall oberhalb  einen Draht gespannt und hänge dort mit Hilfe von Wäscheklammern  das Futter auf. Eben so gut lassen sich die Leckereien aber auch am  Käfiggitter festklemmen. Ein kleiner Futterball aus Metall erfüllt im  großen und ganzen eigentlich den selben Zweck, doch darin lassen sich  zusätzlich gut auch mal Karotten o.ä. anbieten. Zweige, lassen sich  übrigens ebenfalls gut aufhängen. Snackball  Begeistert bin ich auch von unserem kleinen Snackball. Einige Zwerge  rollen ihn unermütlich vor sich her. Immer in der Hoffnung das allerlei  Leckereien aus der kleinen Öffnung fallen. Wenn sie das Interesse daran verlieren, weiß ich genau: Er ist leer ! Verstecken  Manchmal verstecke ich auch einfach das Futter irgendwo im Freilauf, in  einer Höhle oder auf einem Steinhaufen. Für die Zwergkaninchen  vergrabe ich es auch schon mal in der Buddelkiste, dann wird eifrig  gebuddelt und alle helfen mit.   Papprolle  Auch aus einer Toilettenpaperrolle lassen sich pfiffige Sachen machen.  Meine Kinder legen dort z.B. auch schon mal einige Drops hinein und  verschließen die Rolle dann an den Seiten mit frischen Heu. Von den  kalorienreichen Drops halte ich an sich nicht so viel, meine Kinder  kaufen sie von Zeit zu Zeit. Aber wenn die Zwerge damit tüchtig  beschäftigt werden, ist das soweit schon in Ordnung. Und die Fellbündel  freuts. Eine andere möglichkeit ist es auch Pellets in die Papprolle zu bohren.  Auch so ist Knabberspaß garantiert.   Buddeln und Graben:  Buddelkiste   Kaninchen buddeln für ihr Leben gern. In der Natur leben sie in  großen, unterirdischen Höhlen mit vielen Tunneln und Gängen.  Ständig sind sie damit beschäftigt neue Fluchtmöglichkeiten zu  schaffen. Daher kommt es ihrem natürlichem Trieb entgegen, wenn sie auch in Heimtierhaltung die möglichkeit bekommen, nach Herzenslust  in Erde, Sand ähnlichem Graben können. Dazu bietet sich eine, nach  oben geschloßende, Katzentoilette an, die mit Sand oder Erde gefüllt  wird. Ein stabiler Pappkarton, in den ein kleines Durchschlupfloch  geschnitten wird, tut es aber auch. Außengehege   In einem Außengehege sollte darauf geachtet werden, das der Zwerg  sich nicht "in Windeseile" einen Fluchttunnel aus dem Gehege baut.  Die im Handel angebotenen, fertigen Ställe sind bestenfalls für den  stundenweisen Aufendhalt im Garten geeignet und sollten immer mal  wieder umgesetzt werden. Besser ist es, wenn genug Platz im Garten  vorhanden ist, einen Außlauf selbst zu bauen. Den Gehegeboden dann z.B. Ausbetonieren, oder so wie ich es gemacht habe, Maschendraht  eingraben. In einer Ecke des Außlaufes habe ich dann eine Sandmulde angelegt und in der anderen einen Erdhügel aufgeschüttet. Auf diese  Weise können die Zwerge ihrem Trieb nachkommen, aber nicht  durchbrennen. Verstecken und Klettern:   In einer Landschaft aus Steinen, Erde, Sand, Tunneln, Brücken,  verschiedenen Ebenen, spielen Kaninchen sehr gern. Im Handel  werden eine vielzahl möglicher Einrichtungsgegenstände angeboten.  Aber auch im Baumarkt und natürlich in der Natur wird man fündig.  Hohle Baumstämme, Ziegelsteine, Abflußrohre (100 ter aus dem  Baumarkt), Pappkartons, Rollpalisaden, Zweige, sogar Legosteine  (Doplo) oder Holzbausteine der Kinder sind geeignet. Der Fantasie  sind da keine Grenzen gesetzt
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Wenn ein Kaninchen angeschafft werden soll, gibt es viele Dinge zu beachten: Was sollte ich vor dem Kauf unbedinngt wissen? Wo kaufe ich meinen neuen Mitbewohner am besten?   Männchen/ Weibchen oder beides?  Innenhaltung oder Außenhaltung? Wie gestallte ich das neue Heim der Ninchen?  Welches Zubehör ist sinnvoll?  Streu, Stroh oder Pelletts... was soll ich nehmen?  Was frißt ein Kaninchen?  Wie muß ich es Pflegen?  Wie Beschäftige ich mich mit dem Zwerg?  uvm.  An dieser Stelle möchte ich versuchen einige dieser Fragen zu beantworten.  Natürlich kann ich aber nur von meinen persönlichen Erfahrungen berichten. (Ich Übernehme also keine Garantie für die Vollständigkeit oder Richtigkeit der  hier gemachten Angaben) Für Anregungen, Lob und selbstverständlich auch Kritik bin ich aber jederzeit  dankbar. Wenn darüber hinaus noch Fragen offen geblieben sind einfach anrufen oder  mailen. Ich helfe gerne weiter, wenn ich kann... :o) ....sollte man einige wichtige Dinge über Zwergkaninchen wissen !!! 1. Beim Händler/Vorbesitzer Ein Zwergkaninchen sollte nicht jünger als 7-8 Wochen sein wenn es von  seiner Mutter getrennt wird. Denn erst in diesem Alter sind die kleinen  Racker selbstständig genug um ohne die Mutter auszukommen. Bitte  unterstützen sie keine Händler die jüngere Fellnasen verkaufen. Sie sind  verantwortnungslos! Natürlich sehen die winzig, kleinen Babys noch viel  niedlicher aus, aber sie sind meist öfters Krank und Verhaltensgestört.  Schauen sie sich genau an wie und wo die Tiere bislang gelebt haben.  Macht alles einen sauberen Eindruck? Sehen ALLE Tiere gesund und  munter aus? Gibt der Händler/Vorbesitzer bereitwillig Auskunft auf alle  Fragen? Wie groß sind die Eltern der Jungtiere und wie Verhalten sich  diese? (Das Verhalten kann bei Zwergkaninchen vererbt werden) Wie  lang sind die Ohren des Zwergkaninchens? (Von der Ohrlänge lässt sich  die zu erwartene Größe, des ausgwachesen Kaninchens ableiten.) Ein gesundes Kaninchen ist munter, lebhaft und reagiert auf seine  Umwelt. Es hat klare, leuchtende Augen und eine trokene Nase. Ohren  und After sind sauber. Es hat dichtes, glänzenden Fell das in die  Ausgangsposition zurückspringt, wenn man das Tier gegen den Strich  streichelt. Der Bauch ist weich und die Flanken sind nicht eingefallen.   2. Ein Kaninchen braucht Artgenossen! Damit sich ein Kaninchen rundum wohl fühlt braucht es auf jeden Fall  einen Artgenossen. Kein anderes Tier, auch nicht das oftmals  empfohlende Meerschweinchen oder der Mensch, kann ihn ersetzten!!!  Wer schon einmal zwei sich gegenseitig leckende/miteinander  kuschelnde Kaninchen beobachtet hat, weiß was ich meine. Trotzdem  gibt es einige wichtige Dinge die unbedingt beachtet werden sollten.  Mehr dazu weiter unten auf dieser Seite: "Besser zu Zweit..."  3. Ein Kaninchen braucht viel Auslauf   Das ein Kaninchen einen großen Käfig braucht, halte ich so nicht für ganz richtig. Wenn man dem Kaninchen täglich über mehrere Stunden hinweg Freilauf bieten kann, kommt es auch mit einem kleineren Käfig für die  verbleibene, kurze Zeit klar. Wer also eine kleine Wohnung hat und nicht über genug Platz für einen geräumigen Käfig verfügt, muß nicht  zwangsläufig auf ein Kaninchen verzichten, wenn er ihm ansonsten viel  Freilauf in der Wohnung bieten kann. Natürlich muß dafür Sorge  getragen werden, das dem Racker keine Stomkabel oder ähnliches  gefährlich werden können. Außerdem besteht auch noch die möglichkeit  die Unterkunft platzsparend in die Höhe zu Bauen. Dazu einfach zwei  Käfige übernander stellen und miteinander so verbinden, das ein  selbstständiges auf und ab Hoppeln möglich wird. Im Internet gibt es  viele Seiten mit Bauanleitungen. Generell gilt aber natürlich: Je größer  desto Besser. Wenn dann noch die Möglichkeit besteht, dem Zwerg auch  mal frische Luft zu gönnen, ist das Kaninchenglück schon fast Perfekt. Es gibt viele Möglichkeiten ein Kaninchen zu kaufen:   · Im Zoofachgeschäft, · beim Züchter · aus privater Hand, · oder aus dem Tíerheim bzw. aus zweiter Hand.   Fast alle diese Möglichkeiten haben Vor- und Nachteile.   · Im Zoofachgeschäft bekommt man neben dem Tier meist auch alles  Zubehör was man für das Kaninchen braucht, viel Fachliteratur und in  der Regel auch eine gute Beratung. Allerdings weiß man nicht woher das  Tier stammt und vor allem was es zuvor erlebt hat. Stammt der Zwerg  aus einer "Massenproduktion" hat er in der Regel noch nie wirklich  kontakt zum Menschen gehabt. Wenn´s ganz schlecht läuft, wird ein  solcher Zwerg bissig, in der Regel aber werden diese Mümmelmänner nie wirklich Zahm. Denkbar wäre allerdings auch, das die Wackelnäschen  aus einer Heimtier-Zufallsverpaarung stammen. Diese Tiere werden zwar meist bis zur Abgabe in der Zoohandlung gehegt und gepflegt, aber bei  beiden Möglichkeiten bleibt der Umstand das die Tiere 1. viel zu früh  von der Mutter getrennt werden (die Zoohandlung nimmt die Tiere nur  im alter von 5- max. 6 Wochen, denn dann sind die Racker noch schön  klein und niedlich und die verkaufschancen höher) und 2. dem Stress in  der Zoohandlung selbst ausgesetzt sind: Das ständige anfassen/streicheln der zahlreichen Kunden, die oft laute, hecktische Umgebung, die ständig  wechselnde Gruppensituation... usw. Oft schon habe ich gehört (und  auch selbst zweimal die Erfahrung gemacht) das die Tiere später  aggressiv geworden sind. Das heißt aber nicht, das dies immer so sein  muss: Unser erstes Kaninchen -Klopfer- haben wir seinerzeit ebenfalls in  der Tierhaltung gekauft. Und er war super lieb!!! Fazit: Man muß mit  allem rechnen: Positiv wie Negativ. · Auch unter den Züchtern gibt es große Unterschiede: Solche die aus liebe zum Tier Züchten, solche die irgendwelche Rassemerkmale züchten  (meist im Verein anzutreffen) und andere die glauben das große Geld  machen zu können. Wenn man das wohl der Tiere (Tierarztkosten,  Impfen, ausgewogene Ernährung und Auslaufmöglichkeiten)  zurückstellt, kann man das vielleicht sogar... Wenn man den Züchter gut  beobachtet und auch die Haltungsbedienungen genau unter die Lupe  nimmt, weiß man recht schnell wen man da vor sich hat. Bei  verantwortungsvollen Züchtern leben die Tiere in großzügigen gut  belüfteten Boxen/Käfigen. Hier wird auf die Ernährung, Zuchtpausen,  und die Gesundheit der Tiere geachtet. Der Züchter geht mit seinen  Tieren liebvoll um und auch die Tiere sind an Menschen insbesondere an den Züchter gewöhnt. Selbstverständlich gibt der gute Züchter dem  Käufer gern Auskunft über die Tiere und zur Haltung im allgemeinen  und besonderen... Er fragt seinerseits aber auch viel. Schließlich will er  sicher gehen ein gutes Heim für seine Lieblinge gefunden zu haben. Ein  guter Züchter spricht eben einfach gern über sein Hobby... ;o) · Aus privater Hand sind es oftmals "ungeplante Unfälle" die es weiter zu  vermitteln gilt. Diese Tiere sind in der Regel sehr liebevoll aufgezogen  aber Krankheiten oder Fehlbildungen (z.b. Überbiss etc.) werden hier nur selten erkannt. Auch wird das Geschlecht des Ninchens oftmals falsch  gedeutet, so das sich später zuhause die Schwestern also Pärchen  entpuppen. Schnell findet man sie dann ebenfalls in der Situation  privater Verkäufer zu sein. Zu allem Überfluss dann evtl. auch noch  Inzucht..?!?!   · Im Tierheim kann man einer armen, verlassenen Kreatur eine zweite  Chance geben. Zunächst erst mal ein sehr guter Gedanke!!! Aber auch  hier gibt es Für- und Wieder ´s. Auch hier weiß man in der Regel nicht  was der Zwerg in seinem leben schon alles mit gemacht hat. Wem er  gehörte, wie er gelebt hat, usw. Verhaltensstörungen wie z.b. Bissigkeit  können u.U. die Folge sein. Dafür sind die Zwerge hier oft bereits  kastriert. Mein Rat: Sollte ihnen ein Zwerg verstorben sein und sie suchen einen neuen Partner (möglichst im selben Alter) für das verbleibende  Tier, suchen sie zuerst im Tierheim oder anderen Notstationen!!! Viele  ganz liebe Mümmelmänner und Frauen sitzen hier ein, weil sie lästig  geworden sind und/oder sich niemand mehr um sie kümmert!!! Aber, wo auch immer sie ihr Tier kaufen, sie sollten sich ihr Wunschtier sehr  genau ansehen:   · Ist das Kaninchen munter, lebhaft und reagiert auf seine Umwelt? · Ist das Kaninchen rundlich? Also keine herausstehenden Knochen und  hat es einen weichen Bauch? · Ist das Fell glänzend und dicht? Nicht struppig!!!   · Sind die Augen klar und frei von Verkrustungen oder gar Ausfluss? · Ist die Nase trocken und sauber? · Sind auch die Ohren sauber und ohne Belag? · Sind die Zähne grade? · Ist die Analregion sauber, trocken und keinesfalls kotverschmiert? Und auch alle anderen Tiere in dem Bestand sollten keine dieser Auffälligkeiten  haben, ihr Wunschtier könnte sich bereits angesteckt haben... Außerdem sollte der Zwerg nicht vor der 7. Woche von der Mutter getrennt werden. Zu früh getrennte  Ninchen sind anfälliger für Krankheiten und zeigen auch öfters  Verhaltensstörungen!!! Kaninchen sind Rudeltiere und leben am liebsten in der Gemeinschaft. Sie brauchen also mindestens einen Artgenossen zum "Unterhalten", Kuscheln, gegenseitiger Fellpflege, u.s.w. Kein anderes Tier, auch nicht das oftmals empfohlende Meerschweinchen oder der Mensch, kann diesen wichtigen sozialen Kontakt ersetzen. Nachfolgend ein paar Fotos die für sich sprechen... Weibchen und Bock,  verstehen sich so gut wie immer, aber wer nicht immerzu Nachwuchs haben möchte sollte den Bock auf jeden Fall Kastrieren lassen. Empfehlen würde ich eine Kastration ab ca. der 12- 14 Lebenswoche. Zwar muß der Rammler dann noch eine Zeitlang von der Häsin getrennt werden, aber diese Variante ist für das junge Tier nicht so belastend wie eine Frühkastration. Bock und Bock,  lassen sich ebenfalls sehr gut zusammen halten, wenn BEIDE Herren  Kastriert sind. Unkastrierte Rammler würden sich aufs heftigste  Bekämpfen. Zwei Kastraten vertragen sich dagegen in der Regel sehr  gut miteinander. Weibchen und Weibchen,   diese Konstellation hat ihre Tücken! Am ehesten vertragen sich zwei  Wurfschwestern miteinander. Ab der Pubertät (ca. dem 5./6.  Lebensmonatonat) kommt es aber oftmals zu  Rangordnungsrangeleien. Dann kann ggf. eine Kastration der Mädels  Abhilfe schaffen. Besser wäre es allerdings den Zicken einen  kastrierten Rammler dazu zu setzen, wenn wenn genug Platz  vorhanden ist. Dann ist sofort ruhe... ;o) Die Vergesellschaftung   Wenn bereits ein Zwergkaninchen vorhanden ist und ein weiteres dazu kommen soll, ist das grundsetzlich erst mal eine tolle Idee, doch in der  Umsetzung leider nicht immer ganz einfach. Es gibt keine Garantie  dafür, das sich die beiden jemals mögen werden. Gehen sie daher ganz langsam und behutsam vor. Sie ziehen ja auch nicht gleich mit einem  ihnen völlig fremden Menschen in eine gemeinsame Wohnung. Am  einfachsten ist es sicherlich, wenn man für die Eingewöhnungszeit  einen zweiten Käfig zur Verfügung hat. Stellt man die Käfige kurz  nebeneinander und die Tiere bekämpfen sich nicht, sondern  beschnuppern sich nur gegenseitig ist schon mal viel gewonnen.  Tauschen sie nun die Einrichtungsgegenstände (Häuschen,  Fressnapf...) untereinander aus, oder setzten sie die Zwerge jeweils in  den Käfig des anderen, auf diese Weise gewöhnen sich die Tiere noch  besser an den Geruch des Artgenossen. Wenn die beiden bis hierher  kein agressives Verhalten zeigen bzw. nicht mehr zeigen, können sie  den nächsten Schritt wagen. Wählen sie nun einen neutralen Boden  aus, der beiden Tieren völlig fremd ist. Es sollte genug Versteck  möglichkeiten geben, die ebenfalls noch keine Geruchsmarkierungen  tragen dürfen. Lassen sie nun beide Tiere frei laufen. Sie werden  hintereinander her laufen und sich beschnuppern. Einer wird den  anderen Besteigen und evtl. auch in den Po zwicken. Oft fliegt auch  büschelweise das Fell. Bis hierher ist das alles normal. Sie müßen die  Rangordnung untereinander klären. Meine Kinder verlieren in dieser  Phase schnell die nerven, ihnen tut der unterlegene Zwerg leid. Doch  da muß er durch. Nur wenn sich die Zwei ernsthaft verletzen und  beißen, und garnicht mehr von einander ablassen, müßen sie  eingreifen. Aber bitte nicht mit bloßen Händen, die Zwerge beißen  wild um sich und könnten sie verletzen. Ein gezielter Wasserstrahl aus einer Sprühflasche wird die Tiere einen Moment ablenken. Je jünger  der Neuankömmling ist desto einfacher wird die Vergesellschaftung.  Aber dennoch ist es besser, für ein harmonisches Miteinander, zwei in  etwa gleichalte Tiere zu nehmen.   Zunächst mal muß eine grundsäzliche Frage geklärt werden: Innenhaltung oder Außenhaltung? Grundsätzlich ist den Tieren das Leben an der frischen Luft -auf dem Balkon oder im Garten- lieber. Bietet es zumeist auch mehr Gestalltungsmöglichkeiten die Abwechslung bieten. ABER es gibt auch deutlich mehr gefahren: Greifvögel, Katzen, Mader ect. aber auch Hitze und Kälte sind mögliche todesfallen. Auch muß ein Gartengehege gut gegen durchbuddeln gesichert sein. Was jeweils im Jahresverlauf zu beachten ist findet ihr hier: o Außenhaltung allgemein o Außenhaltung im Frühling o Außenhaltung im Sommer o Außenhaltung im Herbst o Außenhaltung im Winter Doch wie groß muss denn der Käfig/Stall nun sein?      Zu diesem Thema haben wir einen tollen Gastartikel von Carina Ewald erhalten. Klick hier Die Einrichtung des Käfigs/Stalls bleibt sich in beiden Fällen aber nahezu gleich: Es sind nur wenige Dinge nötig um es dem kleinen Fellbündel/den  kleinen Fellbündeln so richtig gemütlich zu machen.   Ein Schlafhäuschen, möglichst mit einem flachen Dach. Kaninchen lieben  erhöhte Aufsichtsplätze und werden vermutlich mehr Zeit auf, als in dem Häuschen verbringen. Eine Wassertränke die von außen am Käfig  befästigt wird hat sich bei mir bewährt. Aber ein Wassernapf der etwas  erhöht, zum Beispiel auf einem Ziegelstein, steht (damit das Wasser nicht so schnell verschmutzt) wird von den Tieren meist bevorzugt. Ein  Freßnapf, der nicht zu klein sein sollte. (Viele Zwerge "speisen" gern  gemeinsam) Ganz wichtig ist auch die Heuraufe, damit das für die  Zwerge so wichtige Heu nicht mit Urin oder Kot verschmutzt wird. Auch  die Raufe sollte nicht zu klein ausfallen, denn manche Tiere haben einen  unglaublich hohen Heu verbrauch. Wenn man die Raufe dann oben noch  mit einem kleinen Brett abdeckt, sinkt die Verletzungsgefahr durch das  rein und raus springen, dass ich bei meinen Tieren schon oft beobachtet  habe. Und Kaninchen erhalten gleich noch einen erhöhten Sitzplatz. Meine Ställe habe ich mit einer schicht Kleintierstreu ausgelegt, auf die  ich eine schicht Stoh gebe. Das hat den Vorteil, das der Urin der Tiere  aufgesaugt wird und sie dennoch nicht in der feuchten Einstreu stehen  müßen.   Für die Innenhaltung sind auch die etwas teureren Strohpellets sehr gut  geeignet. Sie sind geruchsbindend und verteilen sich nicht so sehr beim  täglichen Freilauf in der Wohnung...! Hier gibts viele tolle Fotos und Infos wie ein Innengehege oder auch ein  Außengehege aussehen könnte.   Die Eingewöhnungsphase Wenn ein Kaninchen einzieht, sollte sein Heim (Käfig, Stall,...) bereits  fertig eingerichtet sein. Sie sollten ihm anfangs etwas Ruhe gönnen,  damit er alles erst mal genau kennen lernen kann. Er wird früher oder  später, je nach Temprament, anfangen alles zu erschnüffeln. Erst wenn  der Zwerg anfängt sich zu putzen oder etwas zu fressen, sollten sie sich  ihm vorsichtig auf Augenhöhe nähern. Halten sie ihre Hand in den Käfig  aber bedrängen sie den Racker nicht. Er sollte auf sie zukommen um an  ihrer Hand zu schnüffeln. Sie können ihm diesen Schritt auch mit etwas  Grünfutter erleichtern. Allerdings nur wenn er diese Kost auch gewohnt  ist. (Bei mir gekaufte Tiere bekommen viel und oft Grün- und Saftfutter)  Wenn er ihnen aus der Hand frißt können sie ihn vorsichtig streicheln  und wenn er sie gewähren lässt auch aufnehmen. Aber bitte haben sie  Gedult mit ihm, manche Tiere brauchen einfach etwas mehr Zeit als  andere. Noch ein Hinweiß in eigener Sache: Meine Tiere werden von Beginn an,  an Menschen gewöhnt, und zwar an verschiedene Menschen. Meine drei Kinder und dessen Freunde verwöhnen die kleinen Racker schon früh  mit allerhand Leckerbissen und Streicheleinheiten. Natürlich gibt es  unter ihnen auch Draufgänger und ehr schüchterne Vertreter aber ich  sage ihnen gern wer, wie, wann und warum ist. 
Vor dem Kauf... Wo kaufe ich den neuen Mitbewohner? Besser zu Zweit!!! Aber, wer passt denn nun zu wem? Wohlfühlheime für Kaninchen gestallten Pflegetipps Ernährungstipps Beschäftigungstipps Tierpension am Kamener Kreuz Kaninchen-/ & Hundezucht sowie Navigation / Menü